News

International diskutiert: Förderung von Startups und jungen Unternehmen


Der Technologiepark Heidelberg begrüßte 30 internationale Gäste zu seinem traditionellen TP BIO Breakfast. Anlässlich der internationalen Biotech-Messe BIO Convention vom 19. bis 22. Juni 2017 in San Diego, CA, diskutierten drei Redner mit den Teilnehmern über ihre strategische Startup-Förderung. Den passenden Rahmen für Vorträge und Diskussion bot das gemeinsame Frühstück im Hotel Indigo. 

San Diego, 20. Juni 2017 – „Die Inkubation von Startups in den JLABS betrachten wir als langfristige Investition. Die Gründer gehen damit keine Verpflichtungen ein, denn wir fordern weder Anteile noch Vorzugsrechte. Dennoch profitieren wir – und auch die betreuten Startups – von gewinnbringenden Partnerschaften“ – positive Worte von Kara Bortone, Director, Venture Sourcing & Development von Johnson & Johnson Innovation JLABS, nachdem 2016 Investitionen und Börsengänge von Biotechnologieunternehmen nicht nur in Europa abnahmen. Auch in den USA musste die Biotech-Branche in der Kapitalaufnahme einen Rückgang von 50 Prozent verkraften, der Eigenkapitalanteil war noch stärker betroffen. Dennoch fließt hier über 60 Prozent des Venture-Kapitals von Investoren in die Förderung von frühen Entwicklungen und Startups. In Deutschland muss die Startup-Förderung dagegen noch ausgebaut werden – daher ging es für die Referenten des BIO Breakfast um die Frage, wie notwendige innovationsfördernde Strukturen für junge Unternehmen etabliert werden können.

Bortone, die über zehn Jahre Erfahrung in der europäischen und der US-amerikanischen Biotechnologie hat, stellte in ihrem Vortrag mit dem Titel “Enabling science to reach the people who need it” die institutionelle Unterstützung von Startups durch den Inkubator und Accelerator Johnson & Johnson JLBAS von Janssen Pharmaceuticals vor.

„Beratung kann nur dann bleibende Erfolge generieren, wenn Startups eine infrastrukturelle Basis vorfinden, auf der sie sich entwickeln können“, fügte dem André Domin, Geschäftsführer der Technologiepark Heidelberg GmbH und Vorsitzender des Heidelberg Startup Partners e.V., hinzu. In seiner Keynote "Wachstum wählen – Raum für Start-ups und etablierte Unternehmen sichern" setzte er den Fokus auf die räumliche und branchenspezifische Unterstützung von Gründungen. „Das große wissenschaftliche Potential Heidelbergs muss durch ein ausreichendes Angebot an Labor- und Büroflächen ergänzt werden. Will man Wachstum vorantreiben, muss entsprechender Raum für Startups und etablierte Unternehmen generiert und gesichert werden.“ In diesem Kontext nennt Domin das ehemalige US Militär-Areal Patton Barracks, auf dem der neue Heidelberg Innovation Park (HIP) entsteht. Bis 2019 erweitert sich auch der Technologiepark Heidelberg mit dem Neubau Business Development Center Organic Electronics (BDC OE) auf dieser Konversionsfläche. Bezogen auf die dynamische Wirtschaftsentwicklung in Heidelberg sieht Domin vor allem beim Bau von Spezialgebäuden und der Kofinanzierung von Startups Möglichkeiten, international zu kooperieren.

„Unser Fokus liegt darauf, Startups nachhaltig zu beraten. Nur so erschaffen wir Geschäftsmodelle, die wirklich investitionsfähig sind“, betont Thomas Prexl, Direktor des Startup Support Bureau im Heidelberger Technologiepark und CEO der Heidelberg Startup Partners (HSP) die programmatische Startup-Förderung. In seinem Vortrag "Beschleunigung – Unterstützung von wissenschaftlichen Startups und Spin-offs" stellte er die Heidelberg Startup Partners als gemeinsame Initiative der führenden Forschungs- und Bildungseinrichtungen vor. Die Partner beraten wissenschaftliche und technologische Startups und Spin-offs und stellen dafür ein internationales Netzwerk von Branchenexperten und Investoren bereit. „In diesem Jahr wollen wir die Förderung mit Acceleratoren-Programmen weiter ausbauen. Neu ist, dass wir Startups im Bereich Life Sciences und IT über ein ganzes Jahr begleiten können. Zudem besetzen wir mit der Verbindung von Life Sciences und IT – wie bei Sensorik oder Blockchain – wichtige Themen. Denn die Digitalisierung wird sich insbesondere auf die Medizin und Gesundheitswirtschaft auswirken.“ 

Die Referenten und das Publikum waren sich einig, dass ein innovationsförderndes Ökosystem für Startups auf verschiedenen Ebenen ansetzen muss. Der Technologiepark Neubau Business Development Center Organic Electronics fungiert als infrastrukturelle Innovationsbasis in Heidelberg, indem er Reinräume, Labore und CoWorking Spaces für junge Unternehmen bereitstellt und interdisziplinäre Zusammenarbeit fördert. Individuelle Beratung, Betreuung und regelmäßige Veranstaltungen zur Vertiefung betriebswirtschaftlicher und branchenspezifischer Kompetenzen sowie den Aufbau eines professionellen Netzwerks bieten die Heidelberg Startup Partners und Acceleratoren-Programme. Johnson & Johnson Innovation JLABS unterstützt Startups durch ein unternehmensbezogenes Netzwerk aus Experten, Mentoren und Partnern und der notwendigen Infrastruktur. Um bestmögliche Ergebnisse zu erreichen, müssen alle grundlegenden Bausteine einer nachhaltigen Startup-Förderung berücksichtig und internationale Netzwerke etabliert werden.

Über die Technologiepark Heidelberg GmbH

Der Technologiepark Heidelberg wurde im Jahr 1984 als bundesweit erster Wissenschaftspark mit Life Science-Fokus gegründet. Durch sein stetiges Wachstum konnte er sich in den Bereichen Biotechnologie, Pharmatechnologie, Umwelttechnologie, Gedruckte Elektronik sowie IT an insgesamt fünf Standorten etablieren. Ziel des Technologieparks ist es, den Transfer zwischen Forschung und Industrie zu fördern und Ausgründungen aus der Wissenschaft mit der nötigen Infrastruktur zu unterstützen. Durch die enge Zusammenarbeit mit international agierenden Partnern wie dem EMBL, dem DKFZ, dem Zentrum für Molekularbiologie, der SRH Hochschule, dem Spitzencluster Organische Elektronik sowie der Universität mit angeschlossenem Klinikum gewährleistet er ansässigen Unternehmen ein großes Netzwerk und eine intensive Kooperation mit Akademia und Industrie. Als weiterer Standort wird Mitte 2019 das Business Development Center Organic Electronics mit 7.000 m² Fläche als Teil des Heidelberg Innovation Parks eröffnet. Auf dem zentrumsnahen Areal mit einer Größe von 17 ha sollen akademische Forschung, Startups und etablierte Unternehmen der Hochtechnologie kooperieren und Innovationen für drängende Herausforderungen realisieren.

Weitere Informationen: www.technologiepark-heidelberg.de

 

Über den Heidelberg Startup Partners e.V.

Der Heidelberg Startup Partners e.V. und die darin engagierten Einrichtungen bieten eine Vielzahl von Ausbildungs- und Netzwerkveranstaltungen für gründungsinteressierte Studenten und Wissenschaftler. Der Verein fördert wissenschaftliche, technologische und wissensbasierte Startups mit einem umfangreichen Beratungsangebot sowie Unterstützung bei der Suche nach Finanzierung und Räumen. Ein interdisziplinäres Team berät Gründer und Gründungsinteressierte in Heidelberg bei der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle und organisiert ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Er ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des European Molecular Biology Laboratory (EMBL), der IHK Rhein-Neckar, der InnovationLab GmbH, der Pädagogische Hochschule Heidelberg, der SRH Hochschule Heidelberg gGmbH, der Technologiepark Heidelberg GmbH, der technology transfer heidelberg GmbH, der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg sowie der Universität Heidelberg.

Weitere Informationen: http://heidelberg-startup-partners.de/


21.06.2017 - 16:36