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Technologiepark plant erste High-Tech-Räume auf den Patton Barracks

Theresia Bauer, Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, besucht den Technologiepark Heidelberg. Detailplanungen für den Bau des Business Development Centers Organische Elektronik sind in der heißen Phase. Intensive Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Industrie und Stadt wird positiv hervorgehoben


Vier Monate sind vergangen, seit das auf den Patton Barracks geplante "Business Development Center Organische Elektronik" vom Land Baden-Württemberg als RegioWIN-Leuchtturm prämiert wurde. Nun besuchte Landesministerin Theresia Bauer den für die Konzeption verantwortlichen Technologiepark Heidelberg, um sich persönlich ein Bild vom aktuellen Stand der Umsetzung zu machen. Nach einem Gespräch mit Technologiepark-Geschäftsführer Dr. André Domin und dem Geschäftsführer des Spitzenclusters Organische Elektronik, Dr. Martin Raditsch, zieht sie ein positives Fazit: "Heidelberg ist stark darin, Grundlagenforschung und Wirtschaftsunternehmen zusammenzubringen, so dass ein großer gesellschaftlicher und ökonomischer Wert entsteht. Es ist beeindruckend, in welcher Konsequenz die Universität, der Technologiepark Heidelberg und das Spitzencluster dies nun erneut unter Beweis stellen. Das vom Land prämierte Business Development Center Organische Elektronik ist ein Leuchtturm für diese gelungene Zusammenarbeit", erklärt die Ministerin nach dem Gespräch.
Sie beschreibt damit die Aktivitäten, die in Heidelberg in den vergangenen Jahren rund um das Thema Organische Elektronik entstanden sind. So formte sich bereits im Jahr 2008 das Spitzencluster Organische Elektronik, in dem die Universität Heidelberg zusammen mit weiteren Forschungseinrichtungen und regionalen Industriegrößen die anwendungsorientierte Forschung stärkte. Durch das im Neuenheimer Feld im Bau befindliche Center for Advanced Materials (CAM), wird ab 2016 nun auch bei der Grundlagenforschung der interdisziplinäre Austausch verstärkt. Hierzu werden Kompetenzen aus den Bereichen Physik, Chemie und Mathematik unter einem Dach zusammengefasst, um neue Materialien zu erforschen.
"Mit dem Business Development Center Organische Elektronik docken wir auf der anderen Seite der Wertschöpfungskette an", ergänzt André Domin, der als Geschäftsführer des Technologieparks für den prämierten RegioWIN-Antrag verantwortlich zeichnet. "Neue Unternehmen, die aus dem Spitzencluster hervorgehen, aber auch andere kleine und mittlere Unternehmen, die Innovationen im Bereich der gedruckten Elektronik vorantreiben, werden in dem neuen Gebäude Platz und Infrastruktur zum Forschen, Entwickeln und Produzieren finden. Das Business Development Center soll eine Keimzelle für einen Hochtechnologie-Standort auf den Patton Barracks werden, ähnlich wie vor 30 Jahren der erste Bauabschnitt des Technologieparks im Neuenheimer Feld.
Die Nähe zu den Forschungseinrichtungen und ein reger Austausch sind wesentliche Erfolgsfaktoren". Derzeit prüfen Technologiepark und Stadt den optimalen Standort für den Neubau auf den Konversionsflächen. Außerdem werde in direkter Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Industrie an den detaillierten Anforderungen an die Gebäudeausstattung sowie die Gestaltung von Kollaborationsflächen gefeilt. Dies könnten beispielsweise ein gemeinsam genutzter Reinraum oder Druckmaschinen sein.

Bedarf an solchen Flächen besteht bereits heute, und laut Martin Raditsch, dem Geschäftsführer der InnovationLab GmbH, ist in Kürze mit weiteren Unternehmensgründungen zu rechnen. "Die hohe wissenschaftliche Kompetenz in den Bereichen Chemie, Physik und Mathematik kombiniert mit der Wirtschaftsstärke des Standorts innerhalb der Metropolregion Rhein-Neckar sind ein idealer Nährboden für Innovationen. Im Bereich des Druckens von Elektronik besteht ein großes Potenzial für Unternehmen mit zukunftsweisenden Anwendungen." Leuchtende Folien, Gedruckte elektronische Komponenten und Schaltkreise auf dünnen und biegsamen Materialien seien dabei nur ein Beispiel  der Möglichkeiten, die sich hieraus ergeben..
"Als Wissenschaftsministerin und Heidelbergerin freut mich die nachhaltige Verzahnung von exzellenter Grundlagenforschung und Wirtschaftsunternehmen in einer ressourcenschonenden Zukunftstechnologie. Ich bin sehr gespannt auf die weitere Entwicklung und überzeugt, dass das Land Baden-Württemberg hier wichtige Impulse für die Zukunft geben wird."
Der RegioWIN-Wettbewerb wurde im Februar 2013 vom Finanz- und Wirtschaftsministerium, dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gestartet. Der Wettbewerb gilt als zentrales programmatisches Modul im Operationellem Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Baden-Württemberg 2014-2020 „Innovation und Energiewende“. Anfang 2014 wurden in einer ersten Phase die elf regionalen Strategiekonzepte prämiert, die von der unabhängigen Jury aus vierzehn Wettbewerbsbeiträgen im Dezember 2013 ausgewählt wurden. Die prämierten elf Strategiekonzepte waren aufgefordert, bis Ende September 2014 die regionalen Strategiekonzepte in regionale Entwicklungskonzepte zu überführen und per Leuchtturm- und Schlüsselprojekte zu konkretisieren.  Im Januar 2015 wurden in Stuttgart elf regionale Entwicklungskonzepte mit 21 Leuchtturmprojekten ausgezeichnet. RegioWIN zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit (W) in den Regionen durch Innovation (I) und Nachhaltigkeit (N) zu verbessern und damit zu einer zukunftsfähigen Regionalentwicklung beizutragen. Die Stadt Heidelberg kann mit der Prämierung des Business Development Centers Organische Elektronik auf eine Förderung in Höhe von bis zu sieben Millionen Euro hoffen. 

 

  

 [Brochure engl.]

 

Kontakt: 
Dr. André H.R. Domin
Geschäftsführer Technologiepark Heidelberg
Telefon: 06221/5025710
E-Mail: andre.domin@heidelberg.de 

Pressespiegel:
Rhein-Neckar-Zeitung
Die Stadtredaktion

 

 

 


02.06.2015 - 08:00