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Schneller Gründen in Baden-Württemberg: Förderzusage für Life Science Accelerator BW


Life Science Accelerator BW erhält Förderzusage vom Europäischen Sozialfonds und Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Der Accelerator unterstützt in Baden-Württemberg wissenschaftliche und technologische Startups und entstand durch das gemeinsame Engagement der Technologiepark Heidelberg GmbH als Gründungsmitglied des Heidelberg Startups Partners e.V., der Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim als Geschäftsstelle des MAFINEX Gründerverbund e.V. und der gemeinnützigen Stiftung für Medizininnovationen mit Sitz in Tübingen. Das Programm startet im Juli 2017 und hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Die Zusammenarbeit der Gründerverbünde und Forschungseinrichtungen im Life Science Accelerator BW soll die Gründerszene in Baden-Württemberg nachhaltig stärken. „Wir freuen uns über die Förderung des Landes, die hilft, aussichtsreiche Biotech- und Medtech-Startups in Baden-Württemberg zu unterstützen. Die Standorte Heidelberg, Mannheim und Tübingen mit ihren exzellenten Forschungseinrichtungen, Kliniken sowie aktiver Wirtschaftsförderung bieten in den Themenfeldern Biotechnologie, Pharma und Medizintechnologie genau das richtige Umfeld“, sagt Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch. „Dennoch gibt es Handlungsbedarf, verborgene Gründungspotenziale in den Life Sciences stärker zu fördern – zudem sind wissenschaftliche Ausgründungen meist langwierig und riskant. Der Life Science Accelerator BW kann entscheidend dazu beitragen, diese Prozesse zu beschleunigen“, betont Christiane Ram, Fachbereichsleiterin der Wirtschafts- und Strukturförderung Mannheim.  

Das Acceleratorenprogramm soll wissenschaftliche Gründungsideen frühzeitig identifizieren und bestehende Startups unterstützen, Produkte schnell zur Marktreife zu bringen. „Es ist immens wichtig, Potenziale rechtzeitig zu erkennen, da viele Gründungen in der initialen Phase scheitern. Daher wollen wir Startups bereits beim Aufbau intensiv fördern und Mentoren bereitstellen, die sie gezielt beraten. So kurbelt der Accelerator die Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle an und steigert die Rate erfolgreicher wissenschaftlicher Ausgründungen. Durch den Life Science Accelerator BW und das gemeinsame Engagement der Partner können wir unsere Unterstützung vervielfachen“, so André Domin, Geschäftsführer der Technologiepark Heidelberg GmbH und Vorstand des Heidelberg Startup Partners e.V.

Der Life Science Accelerator BW ermöglicht eine ganzheitliche Gründungsunterstützung in drei Stufen: In einem „Needs Identification“-Modul sollen zunächst medizinische Problemstellungen an Forschungseinrichtungen und Kliniken identifiziert werden. Die „MedTech Startup School“ als zweites Modul unterstützt Studierende und Wissenschaftler bei der Transformation von innovativen Ideen in validierte Geschäftsmodelle. Bereits hier erfolgt eine Unterstützung durch Ärzte, Wissenschaftler, Mentoren und Industriepartner. Das intensive Qualifizierungsprogramm „Life Science Accelerator“ hilft als drittes Modul bestehenden Startup-Teams in der Pre-Seed oder Seed-Phase, ihren Entwicklungsprozess weiter zu beschleunigen und zu optimieren. Dabei stehen den Teams Experten aus Industrie und Forschung zur Seite und helfen ihnen, geeignete Partner zu finden, nachhaltige Geschäftspläne zu entwickeln und vor Investoren zu präsentieren. Im begleitenden Seminarprogramm geht es unter anderem um die nötigen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse, Präsentationstraining und „Business Model Innovation“-Grundlagen.

„Als Arzt und Gründer habe ich selber mehrfach erlebt, wie schwierig es sein kann, aus der Forschung heraus ein Technologie-Unternehmen zu gründen; die MedTech Startup School Tübingen dient als Katalysator, der die Gründung aus einem wissenschaftlich-technologischen Kontext heraus erleichtert und beschleunigt. In nur 100 Tagen erstellen die teilnehmenden Ärzte, Wissenschaftler, Studierenden und Hochschulabsolventen Geschäftsmodelle nicht nur auf dem Papier, sondern in erster Linie durch das Gespräch mit den zukünftigen Kunden und Anwendern. Nebenbei knüpfen sie wertvolle Kontakte zu Kollegen, Mentoren und Investoren,“ so Eberhart Zrenner, Senior-Professor für Ophthalmologie an der Universität Tübingen und Vorsitzender der Stiftung für Medizininnovationen. Aussichtsreiche Startups können sich im Anschluss – neben anderen – auf das nächste Modul, den „Life Science Accelerator“ bewerben.

Über den Life Science Accelerator Baden-Württemberg

Der Life Science Accelerator Baden-Württemberg entstand durch das gemeinsame Engagement der Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim als Geschäftsstelle des MAFINEX Gründerverbund e.V., der gemeinnützigen Stiftung für Medizininnovationen, des Heidelberg Startup Partners e.V. und der Technologiepark Heidelberg GmbH.

Weitere Informationen: http://lifescience-bw.de/

Über das ESF-Programm

Der Life Science Accelerator Baden-Württemberg wird unterstützt durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Baden-Württemberg. Das ESF-Programm „Entwicklung von Gründungsvorhaben mit hohem Potential“ (Land Baden-Württemberg) fördert gezielt wachstumsorientierte Unternehmen und Startups mit überdurchschnittlichem Innovationsgrad. Potentiale sollen früh erkannt und bereits in der Pre-Seed oder Seed-Phase durch Mentoren, Experten und Investoren gefördert werden. Ziel ist es, tragfähige und nachhaltige Geschäftsmodelle und Dienstleistungen zu entwickeln und an Gründungsstandorten in Baden-Württemberg anzusiedeln.

Weitere Informationen: https://www.esf-bw.de/esf/nc/home/

 

Projektpartner

Über die Technologiepark Heidelberg GmbH      

Der Technologiepark Heidelberg wurde im Jahr 1984 als bundesweit erster Wissenschaftspark mit Life Science-Fokus gegründet. Durch sein stetiges Wachstum konnte er sich in den Bereichen Biotechnologie, Pharmatechnologie, Umwelttechnologie, Gedruckte Elektronik sowie IT an insgesamt fünf Standorten etablieren. Ziel des Technologieparks ist es, den Transfer zwischen Forschung und Industrie zu fördern und Ausgründungen aus der Wissenschaft mit der nötigen Infrastruktur zu unterstützen. Durch die enge Zusammenarbeit mit international agierenden Partnern wie dem EMBL, dem DKFZ, dem Zentrum für Molekularbiologie, der SRH Hochschule, dem Spitzencluster Organische Elektronik sowie der Universität mit angeschlossenem Klinikum gewährleistet er ansässigen Unternehmen ein großes Netzwerk und eine intensive Kooperation mit Akademia und Industrie. Als weiterer Standort wird Mitte 2019 das Business Development Center Organic Electronics mit 7.000 m² Fläche als Teil des Heidelberg Innovation Parks eröffnet. Auf dem zentrumsnahen Areal mit einer Größe von 17 ha sollen akademische Forschung, Startups und etablierte Unternehmen der Hochtechnologie kooperieren und Innovationen für drängende Herausforderungen realisieren. 
Weitere Informationen: www.technologiepark-heidelberg.de

 

Über den Mafinex Gründerverbund

Im Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt sind die Geschäftsstellen des Kooperationsverbundes der Mannheimer Existenzgründungsinitiativen „Start im Quadrat“, des MAFINEX Vereins und des MAFINEX-Gründerverbundes Entrepreneur Rhein-Neckar e.V. angesiedelt. Der Gründerverbund initiiert, qualifiziert und betreut Gründungsvorhaben aus und an den fünf Partnerhochschulen Universität Mannheim und Hochschule Mannheim, DHBW Mannheim, Popakademie Baden-Württemberg und Hochschule Heilbronn. Der Schwerpunkt des eigenen Beratungsangebotes liegt durch das MAFINEX-Programm (Mannheimer Förderung innovativer Existenz- und Unternehmensgründungen) in der Beratung von innovativen, technologieorientierten Gründungen sowie in der Organisation von Informations- und Qualifikationsveranstaltungen für diese Zielgruppe. Seit 2010 wurde in Mannheim verstärkt ein Angebot im Bereich Medizintechnologie aufgebaut.
Weitere Informationen: https://www.gruenderverbund.info/

 

Über die gemeinnützige Stiftung für Medizininnovationen

Die gemeinnützige Stiftung für Medizininnovationen wurde 2014 in Tübingen gegründet und hat den Stiftungszweck der Förderung von Medizininnovationen (www.mi-foundation.org/über-uns/). Sie tut dies zum einen durch Qualifizierungsmaßnahmen, wie der MedTech Startup School, und zum anderen durch den Betrieb eines Inkubators für Medizininnovationen (Medical Innovations Incubator GmbH). In enger Zusammenarbeit mit gründungsrelevanten Institutionen in Baden-Württemberg und darüber hinaus, ist sie in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil des baden-württembergischen Startup-Eco-Systems geworden.
Weitere Informationen: http://www.mi-foundation.org

 

Über den Heidelberg Startup Partners e.V.

Die Heidelberg Startup Partners sind eine gemeinsame Initiative von Forschungs- und Bildungseinrichtungen in Heidelberg. Ziel des Vereins ist die Förderung wissenschaftlicher, technologischer und wissensbasierter Gründungen. Neben einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm berät ein interdisziplinäres Team Gründungsinteressierte und Gründer in Heidelberg und unterstützt bei der Suche nach Finanzierung, Laboren und Büroräumen. Die bei den Heidelberg Startup Partners engagierten Einrichtungen sind das Deutsche Krebsforschungszentrums (DKFZ), das European Molecular Biology Laboratory (EMBL), die IHK Rhein-Neckar, die InnovationLab GmbH, die Pädagogische Hochschule Heidelberg, die SRH Hochschule Heidelberg gGmbH, die Technologiepark Heidelberg GmbH, die technology transfer heidelberg GmbH, die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg sowie die Universität Heidelberg.
Weitere Informationen: www.heidelberg-startup-partners.de


06.07.2017 - 10:19