Historischer Überblick

» 2014

Nachdem Glycotope 2008 die biotechnologischen Anlagen und das Know-How der ORPEGEN Pharma in Heidelberg erworben hatte und daraufhin die Glycotope Biotechnology GmbH in Heidelberg gegründet worden war, investierten die Gebrüder Strüngmann in den Folgejahren zweistellige Millionenbeträge in die GMP-Produktion am Czernyring. Auf diese Weise konnten die Produktionskapazitäten und die Belegschaft vervielfacht werden. Heute beschäftigt Glycotope mehr als 150 Mitarbeiter in Berlin und Heidelberg und hat mit dem Erwerb weiterer Flächen am Czernyring das Wachstum in Heidelberg fest im Blick.

Der Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus der Rhein-Neckar-Region ist abgeschlossen. Zurück bleiben ehemals militärisch genutzte Flächen von ca. 200 Hektar, etwa der doppelten Größe der Heidelberger Altstadt. Diese Konversionsflächen bieten Heidelberg enorme Perspektiven für sein weiteres Wachstum, das aufgrund seiner Attraktivität als Forschungs- und Entwicklungs-, Bildungs- und Wirtschafts-Standort vorprogrammiert ist.
Durch die Bahnstadt, einem der größten Stadtentwicklungsprojekte Deutschlands, wurde bereits jüngst eine rund 116 ha große Konversionsfläche erfolgreich und in kürzester Zeit entwickelt und kann somit als Vorbild für die Entwicklung der US-Konversionsflächen dienen.
Auch auf den ehemaligen US-Flächen kann Heidelberg die besonders dringlichen Themen Wohnen und Wirtschaft aufgreifen, u.a. durch Wohnangebote für die stetig wachsende Anzahl immatrikulierter Studenten oder junger Familien. Durch die Verbindung von Wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft zu hochwertigen Arbeitsplätzen wird das Motto der Internationalen Bauausstellung Heidelberg „Wissen schafft Stadt“ gelebt werden.
Attraktive Konzepte für die Konversionsflächen befinden sich aktuell in Planung. Militärisch genutzte Flächen, die keine zivile Nachnutzung erlauben, stehen für neue Wirtschaftsflächen zur Verfügung, auf denen hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden können, die an die exzellente Forschung und Lehre der Universität und anderer international herausragender Forschungseinrichtungen, den Zielen der BMBF-Spitzencluster oder sonstiger weltweiter Konsortien anknüpfen. Heidelberg kann so zukünftig weitere Abschnitte der wissensbasierten Industrie und Wertschöpfungskette verankern.

» 2013

Abschluss der Kooperationsvereinbarung zwischen Dr. André Domin und David Baker, Illinois Institut of Technology, Chicago, im Beisein von Rita Athas, Präsidentin der World Business Chicago Vereinigung, und Dr. Ralf Kindervater, BIOPRO Baden-Württemberg. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner und der Bürgermeister Scharff aus Palo Alto/USA unterzeichnen im Heidelberger Rathaus die „Smart Cities Alliance“, eine Kooperation in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt.

» 2012

In 2012 wurden für den Technologiepark Heidelberg zwei wichtige Bauvorhaben abgeschlossen. Die Octapharma AG, weltweit führender Produzent von Plasmaderivaten investierte mehr als 25 Millionen Euro in den Neubau eines Forschungszentrums im Technologiepark Heidelberg. Die feierliche Eröffnung fand im Herbst 2012 statt.
Fast zeitgleich wurde auch SKYLABS im Heidelberger Zukunftsstadtteil Bahnstadt fertiggestellt. Es ist das Herzstück des Campus in der Bahnstadt, in dem künftig zusätzlich 7.000 Menschen in der Wissenschaft und Wirtschaft, neben den dort bereits vorhandenen Biotech-Unternehmen des Technologiepark Czernyring und dem Cluster Organische Elektronik, arbeiten sollen. Mit seiner auffallenden Architektur und seinen bis zu neun Stockwerken ist das SKYLABS das weithin sichtbare Wahrzeichen der Bahnstadt, die von der Mischung aus Wohnen, Wissenschaft und Freizeit lebt. Insgesamt sind Labor- und Büroflächen von 20.000 m2 verfügbar. Kurz nach der Fertigstellung sind bereits die ersten Mieter eingezogen.

» 2010

In der Bioregion sind rund 60 Biotech- und drei Pharma-Unternehmen, Abbott, Merck Serono und Roche Diagnostics, mit insgesamt rund 16.500 Mitarbeitern beheimatet. Im Technologiepark wird mit der Realisierung des 4. Bauabschnitts im Neuenheimer Feld und dem Ausbau von weiteren Flächen begonnen. Die Octapharma AG, weltweit führender Produzent von Plasmaderivaten, investiert mehr als 20 Millionen Euro in den Neubau eines Forschungszentrums der Octapharma Biopharmaceuticals GmbH.

» 2009

Der Technologiepark Heidelberg, als Mitbegründer der International Association of Science Parks, dem weltverband der Technologie- und Wissenschaftsparks, eröffnet seinen International PartnerPort. Das gegenseitige Angebot, ein
Büro auf Zeit zu nutzen, kommt allen verbundenen Technologieparks und Firmen zugute.

» 2008

Die Region Rhein-Neckar erhält zwei Förderzusagen für die Cluster „Zellbasierte und molekulare Medizin“ und „organische Elektronik“. Die
Technologiepark GmbH gründet mit dem BioRegion Rhein-Neckar-Dreieck e.V. die BioRN Clustermanagement GmbH und schafft leistungsfähige Strukturen, um die Projekte bestmöglich zu betreuen.

» 2006

Im Neuenheimer Feld werden das TP ConferenceCenter sowie ein neues Restaurant zur Versorgung der Mitarbeiter mit der TP Lounge eröffnet. Das ConferenceCenter bietet Besprechungsräume und modernste Präsentationstechnik in zentraler Lage. Es ist hervorragend geeignet für vertrauliche Verhandlungen im kleinen Kreis bis hin zu Veranstaltungen mit 100 Gästen.

» 2005

2005 wird schließlich mit dem Umwelt-Kompetenz-Zentrum (UKom) Heidelberg Rhein-Neckar e.V. ein eigener Umwelt-Standort eröffnet. in den 1911 gegründeten Heinsteinwerken wird von der Kraus Immobilien GmbH nach den
speziellen Bedürfnissen dieser Wachstumsbranche auf einer Fläche von 1.700 m² neuer Raum für Ideen geschaffen.

» 2003

Das exploHeidelberg, eine Einrichtung der Stiftung Jugend und Wissenschaft Heidelberg GmbH, öffnet seine Türen. Das außerschulische Studienzentrum bietet eine interaktive Ausstellung mit Exponaten zu naturwissenschaftlichen Grundphänomenen, ein Medienlabor und ein molekularbiologisches Lernlabor sowie eine Serviceeinheit für die Entwicklung von Lehr- und Lernprogrammen.

» 2000 – 2002

Die Anzahl der Biotech-Unternehmen, Dienstleister und Zulieferer ist auf 80 mit rund 1.400 Mitarbeitern angestiegen. Der Pharmabereich der BASF mit der Knoll AG in Ludwigshafen im Mittelpunkt wird am 2. März 2001 von dem Healthcare-Unternehmen Abbott Laboratories mit Sitz in Chicago übernommen. Bauliche Erweiterungen im dritten Bauabschnitt im Neuenheimer Feld ergeben ein Flächenangebot von insgesamt 50.000m².

» 2000

Das Gründerinnenzentrum Heidelberg öffnet seine Türen. Hier können Existenzgründerinnen und Jungunternehmerinnen Büroräume zu günstigen Konditionen anmieten.

» 1998

Das stetige Wachstum in den Firmen und weitere Neugründungen erfordern die Erweiterung des Standorts Neuenheimer Feld im 2. Bauabschnitt auf rund 14.000 m² Labor- und Bürofläche.

» 1995 – 1997

Im Rhein-Neckar-Dreieck schließen sich Forschungseinrichtungen und Hochschulen, Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen, die Kommunen, Kammern, Verbände in einem Verein, dem BioRegion Rhein-Neckar-Dreieck e.V., zusammen. Der Gewinn des BioRegio-Wettbewerbs und die Zusage von 50 Millionen DM für Forschungsprojekte durch das BMBF fußt auf den einzigartigen Eigenschaften der Region: international führende Wissenschaftler im Bereich Molekularbiologie und Biomedizin in Nachbarschaft der pharmazeutischen Großindustrie, BASF, Knoll, Boehringer Mannheim und Merck. In der Bioregion Rhein-Neckar ist die Heidelberg Innovation GmbH seit 1997 ein wichtiger Wagniskapitalfinanzierer. Förderer der Biotechnologie und Bioinformatik sind Klaus Tschira mit der von ihm 1995 gegründeten gemeinnützigen Stiftung. Dietmar Hopp engagiert sich mit der dievini Hopp BioTech holding GmbH & Co. KG und ebenfalls mit einer eigenen Stiftung.

» 1986

1986 gründet Michael Paulista in Heidelberg die BIOPHARM Gesellschaft zur biotechnologischen Entwicklung von Pharmaka mbH und siedelt im Biopark Czernyring.

» 1985

Im Sommer wird der erste neue Gebäudekomplex des Technologieparks „Im Neuenheimer Feld“ fertiggestellt und von Lothar Späth eröffnet. Mit 11 Gründerfirmen und 5.000 m² Labor- und Bürofläche gilt der Biopark als erster seiner Art in Deutschland.

» 1984

Gründung der Technologiepark Heidelberg GmbH durch die Gesellschafter Stadt Heidelberg und Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar. Die Technologiepark-Idee ist seitdem besonders augenscheinlich im Forschungscampus Neuenheimer Feld gewachsen. Der zweite Standort des BioParks am Czernyring, ehemals der Schlachthof Heidelbergs und nur einen Steinwurf von Neuenheimer Feld entfernt, war von Anbeginn die Heimstatt für produzierende Bio-Neugründungen.

» 1982/1983

In Deutschland werden erste Biotechnologie-Firmen gegründet; in Heidelberg 1982 die ORPEGEN GmbH durch Professor Dr. Christian Birr vom MPI für medizinische Forschung. Christian Birr und andere Engagierte entwickeln, gemeinsam mit dem damaligen Oberbürgermeister Dr. Reinold Zundel und Ministerpräsident Lothar Späth, die Idee des Technologieparks Heidelberg. Ein weiteres deutsches Biotech-Unternehmen der ersten Stunde war die 1983 gegründete Genbiotec, die seit einem Management-Buy-Out von Herrn Dr. Thomas Pultar im Jahr 2006 unter dem Namen Biomeva GmbH firmiert.

Geschichte

Seit sei­ner Grün­dung hat sich der Tech­no­lo­gie­park Hei­del­berg ste­tig wei­ter ent­wi­ckelt und setzt die Er­folgs­ge­schich­te der Rhein-Ne­c­kar-Re­gi­on fort. Hei­del­berg, als at­trak­tivs­ter Stand­ort im Sü­den Deut­sch­lands, wur­de durch die Bün­de­lung der Leis­tun­gen von Wis­sen­schaft, For­schung, Wirt­schaft und Bil­dung zu ei­nem Hoch­tech­no­lo­gie­stand­ort ent­wi­ckelt und das nun schon seit 1984. Ei­ne kon­se­qu­en­te Evolu­ti­on – der Auf­bau ei­ner wach­sen­den Wis­sens­ge­sell­schaft, de­ren At­trak­ti­on ein welt­wei­tes Echo hin­ter­lässt.

His­to­ri­scher Über­blick