Erfolgsgeschichten –
Fortschritt durch Innovation

Im Technologiepark Heidelberg und darüber hinaus in ganz Heidelberg gestalten Gründerinnen und Gründer die Zukunft. Einige der Unternehmen und die Menschen dahinter möchten wir Ihnen hier gerne vorstellen.

Success Story: VAVisual Abstract

Mit Bildern geht`s leichter

Wissenschaftskommunikation: Das Team von VA Visual Abstract entwickelt Visualisierungsmethoden für Fachpublikationen und automatisiert sie.

Kontakt:

VAVisual Abstract
Julius-Hatry-Straße 1 (Mafinex)
68163, Mannheim
Germany
Tel: +49 (0) 621 30010906
www.visual-abstract.com

VA Visual Abstract -
Firmenporträt

Denken Sie einmal drei Sekunden an einen rosa Pudel! Anschließend versuchen Sie bitte, nicht mehr an den rosa Pudel zu denken. Gelingt es Ihnen? Wahrscheinlich nicht, und Sie haben sich das vorgestellt, was Sie sich nicht vorstellen wollten: den rosa Pudel. Das liegt daran, dass unser Gehirn einprägsame Bilder bevorzugt verarbeitet. Und genau das ist der Ansatz von VAVisual Abstract.

Das Mannheimer Startup macht aus komplizierten wissenschaftlichen Sachverhalten anschauliche Infografiken. Durch die Visualisierung der Informationen sind diese für den Nutzer:innen besser begreifbar.

Es geht darum, komplexe Informationen in möglichst kurzer Zeit zu erfassen
Als habilitierter Mediziner und ehemaliger Forscher am Universitätsklinikum Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) kennt Benito Campos, Mitgründer von VAVisual Abstract, das Problem: Wissenschaftler:innen lesen im Laufe ihrer Karriere unzählige Fachveröffentlichungen. Beim Scannen der Publikationen geht es ihnen darum, die für sie relevanten Informationen in möglichst kurzer Zeit zu erfassen.

Zwar enthalten wissenschaftliche Fachbeiträge üblicherweise einen Abstract, der  Leser:innen das Begreifen erleichtern soll, indem er das Wichtigste in Kürze zusammenfasst. „Doch auch diese Abstracts sind  häufig Textwüsten, die die Informationsflut, die naturgemäß in einer wissenschaftlichen Publikation steckt, meist noch vergrößern“, erklärt Campos. „Das führt dazu, dass der Leser oder die Leserin sich die wichtigen Informationen nicht gut merken kann.“

Einprägsamer wäre eine Grafik, die die wesentlichen Inhalte der Publikation visuell aufbereitet. Die Idee ist nicht neu: Bereits in den 70er Jahren gab es – vor allem im Bereich der Chemie – erste Versuche, Fachbeiträge in Form von Grafiken zusammenzufassen. In den letzten Jahren folgten immer mehr Journale dieser Idee, darunter auch zahlreiche medizinische und biowissenschaftliche Publikationen. Es entstand ein wahrer Trend zur Visualisierung.

Den Trend zur Visualisierung aufgegriffen und ausgebaut
Diesen Trend griffen Benito Campos und seine Kolleg:innen mit ihrem Startup auf, entwickelten die Visualisierungsmethoden weiter und automatisierten sie, um sie möglichst breit anwendbar zu machen.

Kennengelernt hat sich das Gründerteam von VAVisual Abstract vor vier Jahren an der Mannheim Business School. Neben Campos gehören der Projektmanager und IT-Berater Saribek Karapetyan und der Architekt, Projektmanager und Designer Gaurav Sinha dazu. „Wir ergänzen uns perfekt“, erklärt Campos. „Als ich zu Beginn unserer Masterarbeit vorschlug, dass wir ein Projekt für den Bereich der medizinischen Forschung machen könnten, war das Team schnell überzeugt. „Wir wollten zusammen an einem Projekt arbeiten, das dem Nutzer echten Mehrwert bietet. Aus meiner Zeit als Forscher wusste ich, wieviel Zeit Wissenschaftler:innen damit verbringen, in Journals nach relevanten Informationen zu suchen. Wir bekamen die Idee, ein Tool zu entwickeln, das den Prozess des Recherchierens für den Nutzer einfacher macht. Ein Jahr lang betrieben wir intensive Markforschung, um den Bedarf für solche visuellen Abstracts auszuloten und unsere Ideen zu konkretisieren.“

Wissenschaftliche Inhalte visuell aufbereitet
Danach war klar: Sowohl die Wissenschaftler:innen selbst als auch die Verlage, die wissenschaftliche Journals herausgeben, haben großes Interesse an einer Möglichkeit zur kompakten visuellen Aufbereitung wissenschaftlicher Inhalte. Das Potenzial ist enorm – allein in der weltweit größten Datenbank für wissenschaftliche Literatur, PubdMed, gibt es derzeit rund 33 Millionen Beiträge. Doch bislang war die Erstellung von Grafiken ein sehr langsames und teures Unterfangen. Um das zu ändern und die Visual Abstracts in großer Breite einsetzbar zu machen, erarbeiteten Campos und seine Kollegen in einer zweijährigen Optimierungsphase ein Software-gestütztes Automatisierungstool.

Acceleratoren als "Türöffner"
Gleichzeitig durchlief das Gründerteam verschiedene Business-Acceleratoren, um sein Netzwerk zu erweitern und von Expert:innen zu lernen. „Unser Türöffner war der Up2B-Accelerator. Er hat uns wichtige Kontakte vermittelt“, erinnert sich Campos. „Daran schloss sich der einjährige Life-Science-Accelerator an, der  am Technologiepark Heidelberg und am Mafinex Technologiezentrum in Mannheim angeboten wird. Dort arbeiteten wir unsere Markenschutzstrategie aus und erhielten wertvolle Unterstützung bei der Ansprache von Investoren. Eine äußerst lehrreiche Zeit, die uns weitere wertvolle Kontakte gebracht hat.“ Seit Ende 2021 nimmt VAVisual Abstract auch an der KI-Garage teil, konnte dort die Grundlage für die eigene KI deutlich weiterentwickeln und Abläufe klarer definieren. „Auch diese Zeit hat uns viel gebracht. Seit wir die KI-Garage durchlaufen haben, sind wir als KI-Startup nochmal deutlich gereift“, so Campos.

"Rhein-Neckar-Region privilegiert"
„Der Rhein-Neckar-Kreis ist mit Blick auf eine solche Startup-Hilfe privilegiert“, ergänzt er. „Davon haben wir sehr profitiert.“ Ein bisschen von der gewonnenen Erfahrung möchten Campos und seine Kolleg:innen anderen Gründer:innen  zurückgeben. In einer Podcast-Reihe der „Project Unicorn Factory“ – einer Initiative von Alumni der Mannheim Business School – erzählen sie was die Entrepreneurship-Forschung über Startups und Gründer zu sagen hat.

Einen wichtigen Erfolg konnte das Startup am 1. März 2022 feiern: den Gewinn einer EXIST Gründungsförderung, die neben Stipendien für drei Mitarbeiter:innen auch Sachmittel und Coachingmittel beinhaltet. Am Tag darauf war bereits der Notartermin: Seit 25. März ist das junge Unternehmen unter dem Namen „VAVisual Abstract GmbH“ im Handelsregister eingetragen. Firmensitz ist das Mafinex Technologiezentrum in Mannheim. Inzwischen gehören zum Team neben den drei Gründern auch ein ukrainischer Software-Entwickler, ein NLP und KI-Entwickler, Werkstudent:innen, Praktikant:innen und einige freie Mitarbeitende.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Kooperation von VAVisual Abstract mit dem Verlag Springer Nature, dem zweitgrößten Wissenschaftsverlag, der die kompakten Infografiken seit 04. April 2022 über die Plattform Springer Nature Research Solution anbietet.

Die Vision: Jeder Forschungspublikation einen Visual Abstract voranstellen
Die Vision von VAVisual Abstract ist, dass eines Tages jede Forschungspublikation einen Visual Abstract enthält. Campos: „Man stelle sich das einmal vor: Derzeit spart eine Forscherin etwa 50 Sekunden, wenn sie eine unserer visuellen Zusammenfassungen liest. Wenn eine Million Forscher:innen nur eine dieser Zusammenfassungen lesen würden, könnten sie jeden Tag Jahre an Forschungszeit sparen! Das ist der Weg, den wir eingeschlagen haben.“ Langfristig haben wir jedoch noch ehrgeizigere Ziele: Wie wir alle wissen, hat das Verlangen der Menschen nach Informationen in Form von Text-, Audio- und Bildmaterial zu einer noch nie dagewesenen Informationsexplosion geführt. Sich darin zu orientieren, ist nicht immer einfach. Wir wollen Forscher:innen und Laien gleichermaßen in die Lage versetzen, besser mit der Informationsflut umzugehen, indem wir die Art und Weise mitgestalten, wie wir alle durch Text und Bild kommunizieren."

Von Dr. Elke Matuschek

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