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6. ZukunftsBAR des Technologieparks Heidelberg

Potenziale und Herausforderungen für die Virtual Reality in der Medizin

Die Veranstaltungsreihe ZukunftsBAR bringt Wissenschaftler und Unternehmen zusammen, um neue Technologien von unterschiedlichen Seiten zu betrachten, zu diskutieren und wirtschaftliche Möglichkeiten gemeinsam auszuloten. Thema der 6. ZukunftsBAR, die am 11. November online stattfand, waren die Potenziale und Herausforderungen der Virtual Reality in der Medizin.

Virtual Reality (VR) ist längst nicht mehr nur in der Welt der Computerspiele anzutreffen. Sie spielt mittlerweile in fast allen Wirtschaftsbereichen eine herausragende Rolle. Gerade in der Medizin helfen VR-Techniken komplexe Sachverhalte besser zu erfassen und zu meistern. Angesichts des Fachkräftemangels und wachsender Gesundheitskosten kann Virtual Reality hier auch wirtschaftlich attraktive Lösungen bieten.

In der 6. ZukunftsBAR trafen sich VR-Experten, um den aktuellen Forschungsstand und die wirtschaftlichen Optionen der Virtual Reality in der Medizin zu erörtern. Dr. André Domin, Geschäftsführer des Technologieparks, begrüßte die Teilnehmer und erklärte: “Bei der ZukunftsBAR geht es auch darum, Forscher und Entwickler mit den Anwendern aus Industrie und Wirtschaft zusammenzubringen.“

Prof. Dr. Christoph Runde (l.o.), Geschäftsführer des Virtual Dimension Centers Fellbach und Honorarprofessor an der Hochschule Heilbronn, gab den Teilnehmern einen Überblick über die zahlreichen Einsatzgebiete der Virtual Reality in der Medizin. Er erklärte, dass die Medizin im Vergleich zu anderen Branchen das am stärksten spezialisierte Anwendungsgebiet von Virtual Reality sei. Das breite Spektrum reiche, von der Diagnostik über die Planung von Operationen und Therapien hinzu Schulungen und Marketing-Materialen.

Der in Neurologie und Biomedizintechnik ausgebildete Arzt Dr. Lars Riedemann (r.o.) zeigte das bislang noch unausgeschöpfte Potenzial der Virtual Reality im Gesundheitssektor auf. "Virtual Reality wird aktuell nur von wenigen medizinischen Versorgern in Deutschland genutzt, obwohl der Mehrwert für Patienten anhand von wissenschaftlichen Daten seit Jahren belegt ist.“ Anhand einiger dieser Daten hat die US- amerikanische Gesundheitsbehörde FDA zum Beispiel bereits eine Zulassung für eine VR-Schmerztherapie erteilt, welche nun in mehreren Krankenhäusern der USA routinemäßig eingesetzt wird. Als Ursachen für die zögerliche Anwendung der VR-Techniken benannte Riedemann neben dem geringen Bekanntheitsgrad der Technologie Probleme bei der Translation der VR-Forschung Ergebnisse in die klinische Praxis. Darüber hinaus wies er auf einen Risikofaktor im Bereich der Datensicherheit hin. Einer amerikanischen Studie zufolge können VR Anwender mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit allein anhand ihres Bewegungsprofils identifiziert werden, was wichtige Fragen zum Umgang mit diesen neuen Daten aufwerfe.

Aus der Praxis der Entwicklung von medizinischen Virtual Reality Trainings berichtete Boris Kantzow (l.u.), Mitgründer und Mitgeschäftsführer der Weltenmacher GmbH. Er erklärte, dass mithilfe von etablierten Frameworks Trainingsprogramme im Gesundheitsbereich mittlerweile in wenigen Monaten umgesetzt werden könnten. Gerade kleine Anwender schreckten jedoch häufig vor den Kosten für solche Programme zurück. Die Weltenmacher GmbH hat daher ein Lizenzprogramm entwickelt, das die Kosten für den einzelnen Anwender deutlich senkt. Ein aktuell interessanter Anwendungsfall aufgrund der Coronakrise sei auch, ein Training für medizinisches Personal für die künstliche Beatmung zu entwickeln.

An der Diskussion im Anschluss an die Vorträge nahm auch Dr. Dennis Steininger (r.u.), Verwalter der Professur für BWL und Management der Digitalen Transformation an der TU Clausthal, teil und steuerte die Unternehmersicht auf das Thema bei.

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