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Zünder für Gründer 37

Vertreter von SAP und Versicherungsanbieter Getsafe erzählen, wie Innovationsprozesse in ihren Unternehmen aussehen

„Wir haben zu wenige Bugs“, eine Feststellung beim 37. Zünder für Gründer im SAP AppHaus am 28. Mai 2019. Auf den zweiten Blick entpuppen sich die Bugs als Innovationspotential, sagt der Engeneering Manager der Tech-Insure-Firma Getsafe, Benjamin Arbogast. Er vertritt ein Startup, das sich mittlerweile gut etabliert hat. Getsafe vertreibt Versicherungen und damit verbundene Serviceleistungen per App auf dem Smartphone. Für SAP ist Innovation ebenfalls ein wichtiges Thema, wie der Leiter des AppHaus, Sebastian Derkau hervorhebt.

Arbogast findet: Eine Idee alleine macht in seinen Augen noch keine Innovation, sondern es sind viele kleine Innovationen, die dazu führen, dass ein Unternehmen sich verändert. Derkau findet es wichtig, hin und wieder aus den gewohnten Strukturen auszubrechen und neue Räume zu nutzen, wie etwa das AppHaus. Im SAP AppHaus ist es bunt. Dennoch ist der Raum klar strukturiert – ein kreatives Umfeld und entsprechende Freiräume ermöglichen es, neue Ideen einzubringen und diese zu validieren.

Rund fünfzig Interessierte lauschten den Kurzvorträgen der Unternehmensvertreter und stellten im Anschluss Fragen, die sich vor allem auf die Umsetzbarkeit von Innovationsprozessen bezogen: Wie schafft man das in seinem Alltag Raum für Innovationen und neue Ideen zu eröffnen? Die Antwort von Getsafe: Versuche loben, Eigeninitiative unterstützen und jeden Innovationsprozess strukturell wie eine wissenschaftliche Studie anlegen, inklusive Experiment, Prototyp, Test und Evaluation.

Bei SAP werden insbesondere im Rahmen der Methode des Design Thinking neue Ideen entwickelt, die in das Unternehmen eingebracht werden. Trotz der unterschiedlichen Größe und Phase der Unternehmen wurde in der Diskussion ganz deutlich, dass Innovationsprozesse immer ein ganz spezielles Umfeld benötigen, die eng mit der Unternehmenskultur verzahnt ist. Beide Unternehmen fördern Innovation und arbeiten stets an der eigenen Weiterentwicklung. Offene Fragen konnten im Anschluss bei Pizza und Bier in der lockeren Atmosphäre des AppHaus geklärt werden.